Vom Agenten zum Treuhänder: Eine systematische Literaturanalyse zu Unternehmensführung im Zeitalter der digitalen Transformation
- Forschungsthema:Vom Agenten zum Treuhänder: Eine systematische Literaturanalyse zu Unternehmensführung im Zeitalter der digitalen Transformation
- Typ:Bachelorarbeit
- Datum:ab sofort (17.04.2026)
- Betreuung:
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Motivation / Hintergrund
Die fortschreitende Integration von Künstlicher Intelligenz und algorithmischen Entscheidungssystemen verändert die Anforderungen an die Führung von Institutionen grundlegend. Während die klassische Agency-Theorie Führungskräfte primär als eigennützige Akteure sieht, die durch Anreize zur Effizienzsteigerung gesteuert werden müssen, gewinnt die Stewardship-Theorie an Bedeutung. Sie postuliert ein Führungsverständnis, das den Manager als Treuhänder (Steward) begreift, der im Sinne des langfristigen Gemeinwohls und der organisationalen
Resilienz handelt.
In einer Welt der „Intelligent Power“ entsteht ein Spannungsfeld: Wie lässt sich die technologische Skalierbarkeit und algorithmische Effizienz mit der Notwendigkeit sozialer Legitimität und moralischer Autorität vereinbaren? Für angehende Führungskräfte und Organisationen ist es essenziell zu verstehen, welche theoretischen Fundamente helfen, die Balance zwischen kurzfristiger Optimierung und langfristiger Verantwortung zu finden.Research Goal
Das Ziel dieser Bachelorarbeit ist es, im Rahmen einer systematischen Literaturrecherche (Systematic Literature Review) den aktuellen Forschungsstand an der Schnittstelle von Führungstheorie und digitaler
Transformation aufzuarbeiten.
Konkrete Forschungsfragen sind:
• Wie werden Agency- und Stewardship-Theorie in der aktuellen Literatur zum Thema Digitalisierung und KI-gestützte Führung gegenübergestellt?
• Welche Rolle spielt die moralische Autorität und die gesellschaftliche Legitimität der Führungskraft in der theoretischen Diskussion um die digitale Transformation?
• Inwieweit finden Konzepte wie „Human-Centric Leadership“ oder „Corporate Digital Responsibility“ Eingang in die Weiterentwicklung der Stewardship-Theorie?Der Studierende soll eine fundierte Basis aus Publikationen führender Forscher erarbeiten, Gemeinsamkeiten und Widersprüche identifizieren und die Ergebnisse strukturiert zusammenfassen.
Ideales Profil eines Bewerbers
• Studiengang: Wirtschaftswissenschaften oder ein vergleichbarer Studiengang.
• Interessen: Starkes Interesse an Managementtheorie, Digitalisierung und Unternehmensethik.
• Methodik: Sicherer Umgang mit wissenschaftlichen Datenbanken (z. B. Business Source Complete, ScienceDirect) und die Fähigkeit, komplexe theoretische Texte strukturiert zu analysieren.
• Sprachkenntnisse: Sehr gute Englischkenntnisse (da die relevante Forschungsliteratur überwiegend englischsprachig ist).
• Arbeitsweise: Hohe Eigenständigkeit, Zuverlässigkeit und eine präzise, wissenschaftliche Ausdrucksweise.